Das Tundra III RT kommt in einem einzigen Packsack und beim ersten Anheben wird einem gleich klar, dass dies kein Zelt für den Tourenwanderer ist. Das stolze Gewicht von 5,95 Kg will mehr transportiert denn getragen werden. Aber für unsere Zwecke, Anreise mit der Bahn und Kanuwandern war das kein Problem. Der erste Probeaufbau brachte auch die ersten Überraschungen: Trotz der Größe des Tundra III war das Ganze bemerkenswert leicht zu bewerkstelligen. Eine erstklassige Beschreibung, nur 3 Zeltstangen in die entsprechenden Führungen eingespannt, ein bisschen abgespannt und das Zelt stand 1A. Mit ein wenig Übung klappte auch der Abbau in kürzester Zeit und – auch das nicht unbedingt selbstverständlich - das Ganze passte problemlos wieder in den Packsack.
Auch auf der Tour klappte alles hervorragend und wir hatten auch gleich die richtigen Testbedingungen: jede Menge Regen. Hier hob sich gleich die große Apsis des Tundra III positiv hervor, da sie das Gepäck der ganzen Truppe aufnehmen konnte und mit der extra Bodenwanne perfekt vor Nässe von unten schützte. Auch sonst bewährte sich das Zelt gegen die Nässe von oben. Mit dem richtigen Abspannen steht es beneidenswert faltenlos und Feuchtigkeit kann problemlos ablaufen.
Ansonsten gab es beim Tundra III RT kaum etwas zu bemängeln.
Etwas störend war die Bildung von Kondenswasser an der Innenseite des Überzelts, da man aufgrund der geringen Höhe öfters die Decke berührte und so einiges davon abbekam.
Die
Reißverschlüsse sind leichtgängig, alle Eingänge des Außenzeltes können hochgerollt und von beiden Seiten in dieser Position befestigt werden. Nur beim Öffnen des Innenzeltes fällt der Stoff leider nach unten und stört beim passieren.
Die Größe ist für 3 Personen akzeptabel wenn einer unter 1,50m groß ist, ansonsten wird es zu dritt eher mal eng. Schön ist die Lösung für die Belüftungsöffnungen, die man je nach Bedarf mit Verstrebungen aufstellen kann. Das Innenzelt ist mückendicht. Die Seitentaschen sind geräumig genug für Taschenlampen und Micky-Maus-Hefte. Eine Wäscheleine ist auch schon vorhanden, an der man nachts die Zeltlampe befestigen kann. (
weniger)