Das Wichtigste vornweg: Dank der wasserdichten HydroSeal-Membran und der 400 Gramm Heatseeker-Isolierung wurden die Füße bei allen Testaktivitäten mit den The North Face Arctic Hedgegog Tall weder kalt noch nass. Das gilt sowohl für einfachere Bergwanderungen in den bayerischen Voralpen wie zum Beispiel auf die Neureuth, den Hirschberg oder auf den Rossstein. Ebenso zum Beispiel beim Üben mit den Kleinsten im Schnee auf der Skipiste: Die Füße blieben warm und trocken.
Hinsichtlich Wärme kann sich ein Stiefel am besten beweisen, wenn man in der Kälte nur steht und sich nicht bewegt. Auch hier hat der Schuh überzeugt: Beim Zusehen der Kleinsten beim Skikurs im Schnee, der dreieinhalb Stunden dauerte, wurde es den Füßen zwar kühl aber nicht eiskalt. Die Temperaturen lagen dabei zwischen -5 und -8°Celsius und waren somit nicht allzu extrem. Über alle Testaktivitäten hinweg lagen die Temperaturen zwischen plus 5 Grad und minus 10 Grad. Der Untergrund waren Forststraßen, einfache Bergpfade; teils trocken aber auch auf Schnee und Eis.
Schon bei der ersten Anprobe bei einer herbstlichen Winterbergwanderung waren die Winterstiefel The North Face Arctic Hedgegog Tall warm und saßen angenehm und leicht am Fuß. Der Stiefel geht über den Knöchel. Das Leder ist im Gegensatz zu einem Bergschuh angenehm leicht und entsprechend weich: Der Schwerpunkt liegt auf Komfort und Wärme.
Die Arctic Hedgegog Tall Stiefel ließen sich durch Schnüren der Fussform gut anpassen. Das gilt für alle Fußbereiche. So sorgten die Winterstiefel bei allen Testaktivitäten für ausreichend Trittsicherheit.
Bei Bergwanderungen auf leichteren Steigen im Fels galt das jedoch mit Einschränkungen: Hier wäre ein härterer Schuh für einen festen Tritt besser geeignet. Auch wenn der Pfad mit vielen großen Steinen durchsetzt war, waren diese durch die weiche Gummisohle zu spüren. Auf den Wegen waren aber nur kurze und nicht zu schwierige Felspassagen zu bewältigen. Und es handelte sich hauptsächlich um Forststraßen oder gute Bergpfade. So überwogen die Vorteile durch den wesentlich größeren Komfort im Vergleich zu einem harten, schweren Bergschuh. Dabei besonders erwähnenswert: Die Gelenke wurden beim Absteigen geschont, da die weiche Gummisohle einen Teil der Energie beim Gehen absorbierte.
Im Schnee bewies The North Face Arctic Hedgegog Tall Dank des temperaturempfindlichem Ice-Pick Untersohlenprofils eine sehr gute Bodenhaftung und gab so Sicherheit beim Gehen. Das galt auch für harschigen, vereisten Schnee. Auf Eis, wurde es dann auch mit den Winterstiefeln rutschig.
Ein nettes Feature ist die Metallöse unterhalb der Schnürsenkel: An dieser lassen sich Gamaschen gut befestigen.
Fersenklammern sorgen zudem für Kompatibilität mit Schneeschuhen.
Auch optisch sind The North Face Arctic Hedgegog Tall ansprechend und eignen sich auch für einen gemütlichen Bummel durch die Stadt an einem kalten Wintertag. Und die Füße sind dann beim Einkehren in ein gutes Lokal auch gut angezogen.
Hier unser Testfeld im Winter 2011/2012:
aku Winterstiefel Snow Crystal GTX
Keen Winterstiefel Alaska
Mammut Winterstiefel Black Fin TL
Merrell Winterstiefel Natalya
The North Face Winterstiefel Arctic Hedgehog Tall (
weniger)