Das erste Detail, was begeistert ist gar nicht der Schlafsack selbst sondern die Packhülle. Die Schlafsackhülle wirkt wie eine Wundertüte. Trotz der kompakten Abmessungen kommt immer mehr Schlafsack zum vorschein. Das Gleiche gilt für das Einpacken. Ohne sich vorstellen zu können, der Schlafsack passe überhaupt in seine Schutzhülle, verschwindet kinderleicht immer mehr davon im Packbeutel. Beim Einpacken Immer mal wieder drehen und nach kurzer Zeit ist er komplett darin verschwunden und über eine Schnur inklusive Befestigungsklemme auch nach dem Loslassen darin gefangen. Eine zusätzliche Schutzlasche (Spinne) sorgt effektiv dafür, dass der Schlafsack keinerlei Berührung zur Außenwelt bekommt und bei Regen auch an der Öffnung vor Nässe geschützt ist. Positiv hervorzuheben sind ebenfalls die Zurrgurte, die einem noch so rabiaten Versuch, das Packmaß um einen weiteren Zentimeter zu verkleinern, ohne Probleme standhielten. So kann der Schlafsack mit einer Länge von knapp 25cm schon fast auf ein würfelförmiges Maß verkleinert werden und nimmt somit sehr wenig Platz weg. Dafür muss man jedoch hinnehmen, dass der Schlafsack nach einem Auspacken übersät von Knitterfalten ist.
Der
Reißverschluss verläuft an der rechten Seite und wird durch eine Lasche mit insgesamt 5 Klettverschlüssen geschützt. Der Zipper selbst ist ein hochwertiger YKK-Reißverschluss und lässt sich von oben und von unten öffnen. Das Öffnen verläuft stets ohne Klemmen, abgesehen von evtl. noch geschlossenen Klettverschlüssen. Will man ihn zum Verpacken schließen muss man unbedingt darauf achten, das sich die luftig dicke Polsterung nicht im Reißverschluss verhakt.
Das Kopfteil erinnert an eine Kapuze. Der Kopf verschwindet förmlich bis über die Stirn darin. Ist der Schlafsack geschlossen, guckt somit nur der Bereich von Augen bis Mund heraus, was über ein an der Außenseite angebrachtes Zugband nochmals angepasst werden kann. Der weiche Kältekragen sorgt darüber hinaus für besonderen Schutz bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. Der Kältekragen lässt sich über ein Zugband an den Hals anpassen, so dass wirklich keine Kälte mehr eindringen kann. Da der Kragen mit einem Klettstreifen fixiert ist lässt er sich auch einfach abnehmen. Die Klettfläche wird von einem extra dafür vorgesehenen Gegenstück abgedeckt und somit kratzt und scheuert auch nichts mehr im Schlafsack. Am Kragen befindet sich eine kleine Tasche für Wertgegenstände, ebenfalls mit Klett zu verschließen. Hier hat Carinthia viel Liebe zum Detail bewiesen und wartet rundum mit praktischen Lösungen auf.
Der Einsatzbereich des Schlafsacks liegt klar im kalten Außenbereich. Wer sich auf Wanderung begibt und stets auf Berghütten schläft, dem wird der Schlafsack evtl. zu warm. Die persönlichen Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass der LITE 1300 auch dafür durchaus geeignet ist. Den 2-Wege-Reißverschluss kann man einfach im oberen Drittel positionieren und wird es einmal zu warm, hält man einfach ein Bein heraus. Der Stoff war in jedem Fall stets sehr angenehm und weich.
Der große Vorteil daran, selbst auf Touren mit geheitzten Schlafplätzen solch einen wärmenden Schlafsack dabei zu haben, ist die positive Beeinflussung der Psyche. Selbst wenn einmal eine Übernachtung im Freien und bei kalten Temperaturen von Nöten ist, man ist für alle Fälle gewappnet. Bei der Verwendung in Schlafplätzen in denen sich kuschelige Temperaturen um den Gefrierpunkt bzw. knapp darüber einstellten, war das Schlafen im Carinthia Lite 1300 stets sehr angenehm und erholsam.
Wird der Schlafsack wider erwarten doch einmal nass oder möchte man ihn nach einer Rückkehr waschen, findet man am Fußende des Schlafsacks zwei Schlaufen. An diesen kann man den Lite 1300 praktisch zum trocknen aufhängen.
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