Der gepackte Rucksack darf den Outdoor-Sportler, hier der Bergwanderer oder Bergsteiger, nicht in seiner Bewegungsfreiheit einschränken. Der Rucksack muss durch Kompressionsriemen bei jeglichem Füllgrad zu einer kompakten Einheit zu schnüren sein. Dicht am Rücken hat man so die beste Balance. Darüber hinaus muss er außen Befestigungsmöglichkeiten für Trekkingstöcke und Eispickel bieten. Diese Befestigungssysteme sollten auch mit Handschuhen zu bedienen sein.
Da es auf Tour nicht nur Sonnenschein gibt, muss das Gewebe einen Schauer oder einen Tag mit wechselhaftem Wetter auch ohne extra Regenhaube verkraften können. Wenn man außen am Rucksack seine Steigeisen oder Eispickel befestigt hat, dann minimiert sich auch schlagartig der Nutzen einer Regenhaube. Spitzen und Kanten der Hardware würden den Schutz sofort durchlöchern. Außerdem bietet ein robustes Gewebe entsprechend viel Wiederstand bei Felskontakt, beim Ablegen im Schnee oder einem Ausflug durchs Gestrüpp während des Auf- und Abstiegs.
Tragekomfort muss sein. Gerade mit 10 Kg und mehr Last auf dem Rücken will man wenigstens so bequem wie möglich Bergauf marschieren. Das bedeutet, der Rucksack sollte gut gepolsterte Tragegurte haben und ein Rückenpolster, dass sowohl Luft an den Menschen lässt als auch Tragekomfort bietet. Die Rückenlänge muss individuell einstellbar sein und die Hüftflossen müssen bequem auf dem Körper aufliegen.
Unser Testfeld für Rucksäcke im alpinen Bereich war im Sommer 2011 hochkarätig besetzt. Kein Modell hatte im Design oder im Handling Ausreißer, die zu einer besonders negativen Wertung geführt hätten. Der Unterschied steckte vielmehr im Detail.
Alpin-Rucksäcke im Praxistest (Sommer 2011):
Berghaus: Rucksack Verden 45+8
Mammut: Rucksack Trion Pro 50
Salewa: Rucksack Sikkim 50+10
The North Face: Rucksack Alteo 50
Urban Rock: Rucksack Vertical 45
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