Der angenehm leichte Rucksack (1.640 Gramm) lässt sich mit dem Hüftgurt mittels einer Schnalle und Zurrzeug von rechts und links sicher auf die Hüftknochen aufsetzen. Durch die Schultergurte, Lastenkontrollriemen und dem Brustgurt kann der Rucksack optimal an den Körper angepasst werden. Hüftgurt und Schultergurte sind gepolstert und ebenso wie das Rückenpolster mit einem angenehm zu tragendem Stoff bespannt. Das fünfteilige Rückenpolster sorgt für gute Beilüftung. Der Hüftgurt ist komplett, schnell und leicht abnehmbar und kann durch einen mitgelieferten leichteren Hüftgurt ausgetauscht werden (lt. Mammut z. B. zum Klettern).
Der Stauraum des Rucksacks untergliedert sich in drei Teile:
Ein ausreichend großes (7 Liter), abnehmbares und höhenverstellbares Deckelfach bietet genügend Platz für Kamera, Stirnlampe, Sonnencreme, Sonnenbrille/Gletscherbrille, Geldbeutel, Taschenmesser, ... . Der Deckel besitzt einen wasserdicht getapten
Reißverschluss und ist zusätzlich mit dem Rucksackstoff abgedeckt. An der Deckelunterseite befindet sich ein Netzfach mit Reißverschluss und angenähtem Keyholder .
Der Innenraum des Rucksacks ist ausschließlich von oben zu befüllen. Er enthält einen Zugang zum Rucksack-Rahmen (Butterfly-Rahmen) und ein Extrafach (mittig entlang der Wirbelsäule) für einen Trinksack. Ein Trinksystem kann schnell und einfach angebracht werden. Die „Durchreiche“ für den Trinkschlauch befindet sich oben mittig zwischen den Schulterblättern. Von dort kann der Trinkschlauch rechts oder links entlang der Schultergurte nach vorne gelegt werden.
Meine anfänglichen Befürchtungen in Bezug auf das nicht weiter unterteilte Hauptfach haben sich durch die optimale Aufteilung der Ausrüstung auf Deckel, Deckelunterseite, extra Trinksystem und Hauptfach nicht bewahrheitet. Insbesondere da der Rucksack genügend Befestigungsmöglichkeiten für diverse Ausrüstungsgegenstände an der Außenseite bietet. Besonders begeistert haben mich die Halterungen für zwei Eispickel mit „Spitzengarage“ und die abriebfeste Beschichtung der Rucksackfront zur Befestigung der Steigeisen. Weiterhin vorhanden sind: Seilhalterung, Skibefestigung, Stockbefestigung und Drei-Punkt-Seilfixierung.
Durch die Außenbefestigung verschiedenster spitzer, scharfer und sperriger Ausrüstung, macht ein wasserdichter Rucksacküberzug wenig Sinn. Deckelfach und Rucksack müssen deshalb wasserdicht sein. Dies wird gewährleistet durch robustes Abrieb festes Tritan
Ripstop Nylon (lt. Mammut mit 10.000 mm Wassersäule) und der Art des Decklfach-Reissverschlusssytems (siehe oben).
Auf der Großvenediger Tour vom 22./23. Juli 2011 konnte ich mich bei Regen-, Graupel- und Schneeschauer selbst davon überzeugen – das Deckelfach und der Innenbereich des Rucksacks blieben vollkommen trocken. Auch ein Versuch mit Gießkanne und Gartenschlauch erzielte das gleiche Ergebnis. Dabei ist natürlich zu beachten, dass das Deckelfach den Rucksack-Packsack oben sauber um- und abschließt. Mit den Kompressionsriemen ist der Rucksack aber so leicht in Form zu bringen, dass der Deckel perfekt an allen Seiten über den Packsack reicht. Regen kann nicht mehr hinein laufen.
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