Der Rucksack hat das für den alpinen Bereich übliche schlanke Design. Das Gewebe fühlt sich robust an und strahlt sofort Zuversicht aus auch die härtesten Touren meistern zu können. Alle Taschen und Fächer sind mit robusten Zippern ausgestattet, die angenehm leicht laufen. Deckelfach und Seitentaschen sind durch den Schnitt so gut geschützt, dass man erst nach ein wenig suchen fündig wird. Unter dem Deckelfach ist auch die Regenhülle in einem Extrafach verstaut. Wenn man sich also wundert, warum die Tasche schon voll ist, einfach weiter oben suchen.
Das Deckelfach ist üppig dimensioniert aber nicht gepolstert. Brillenetuis, Kamera, Handschuhe und der sperrige Pausensnack lassen sich hier problemlos unterbringen.
Die Seitentaschen haben einen senkrecht laufenden
Reißverschluss und sind durch den Taschensack, der nach außen geht in ihrem leeren Zustand geschützt. Auf beiden Seiten laufen jeweils zwei Kompressionsriemen über die Taschen, so dass sie entsprechend kompakt zusammengezurrt werden können. In die Seitentaschen passen problemlos 1-Liter-Trinkflaschen. Auf beiden Seiten befinden sich auf halber Höhe der Hüftflossen offene Außentaschen. Diese sind aber ehr klein geschnitten und bieten kaum mehr Stauraum als für einen Apfel.
Das Tragesystem ist gut gepolstert. Weder Schulter- noch der Beckengurt schneiden ein. Der Beckengurt ist vorgekrümmt und kann nicht abgenommen werden. Bei festem Sitz des Beckengurtes können die Lagekontrollriemen an den Schultern gelockert werden und der Rucksack sitzt perfekt auf den Hüftflügeln. Sehr angenehm.
Der Berghausrucksack kann durch das Biofit-System an die jeweilige Rückenlänge angepasst werden. Das geschieht über ein einfaches aber sehr effektives System aus Gurten und Schnallen. Ohne großes Nesteln kann das Schulterpolster justiert werden. Die Führung erfolgt über zwei senkrecht verlaufende Alu-Schienen. Das einfachste und am schnellsten zu bedienende Justiersystem im ganzen Testfeld.
Da zwischen den Schulterpolstern und dem Beckengurt keine weiteren Polsterelemente vorhanden sind, kann hier die Luft auch ungehindert zirkulieren.
Am Tragesystem ist lediglich der Brustgurt etwas kurz geraten. Schmalbrüstige Alpinisten wird das nicht weiter stören, der normal gebaute Mann fühlt sich leicht eingeengt.
Das Hauptfach ist groß und hat auch keine weiteren Innentaschen. Eine Trinksack-Aufnahme ist vorhanden und so groß dimensioniert, dass auch pralle drei Liter Trinkblasen problemlos verstaut werden können. Der Trinkschlauch kann auf der rechten Seite durchgefädelt werden.
Das Bodenfach ist durch einen fest einzuzippenden Trenner vom Hauptfach separiert. Durch einen großen Doppelschieber-Reißverschluss ist das Bodenfach problemlos von außen zu erreichen. Zwei Riemen verlaufen über die Unterseite des Rucksacks und können entweder zusätzliche Ausrüstung fixieren oder das Bodenfach komprimieren.
Auf der Vorderseite befinden sich zwei vertikal laufende und durch den Schnitt ebenfalls gut geschützte Zipper. Durch den linken gelangt man ins Hauptfach, durch den rechten in eine Außentasche. Hier passen Kartenmaterial oder auch Schreibutensilien hinein.
Am Deckel und auf der Vorderseite befinden sich nochmal je vier Schnallen bzw. Schlaufen. Ausrüstung, z.B. ein Helm, kann hier fixiert werden. Befestigungsmöglichkeiten, Schlaufen und Klett-Manschetten, für Eispickel oder Trekkingstöcke sind vorhanden und lassen sich schnell und einfach auf die jeweilige Ausrüstung hin anpassen.
Alle Kompressions- und Lageverstellriemen des Rucksacks haben am Ende Schlaufen. So kann man fest zupacken und alles schön stramm anziehen. Außerdem erleichtert es einem das „blinde“ finden. Allerdings laufen sie auch nach etlichen Justierungen die Gurte noch sehr hakelig durch die Schnallen. Mal gerade etwas nachjustieren oder auf der Tour Ausrüstung aus dem Rucksack herausholen oder wieder zurücklegen wird schnell nervig. (
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