Im Gegensatz zu den anderen Foldern ist das Klappmesser von Meru mit einer Sprungfeder ausgestattet. Mit Druck auf den Knopf schnellt die Klinge seitlich heraus und arretiert mit einem deutlich hörbaren Geräusch. Gegen unbeabsichtigtes Herausschnellen ist die Mechanik sogar mit einer Sicherung ausgestattet. Zugegeben, etwas klein aber durchaus funktionell. Da der Auslöser für die Öffnungsmechanik auf der linken Griffseite angebracht ist, eignet sich das Messer leider nur für Rechtshänder.
Das Messer ist scharf, der Wellenschliff sägt sich sauber auch in rauhere Materialien wie Tauwerk oder Pappe. Dabei liegt es durch die rutschfesten Griffschalen sauber in der Hand. Da die Klinge allerdings schnell an Schärfe verliert ist bei Dauereinsatz ein Nachschleifen erforderlich. Die Klingenspitze haben wir leider schnell verbiegen können. Das heraushebeln von Klammern aus Pappkartons hat die Spitze deformiert.
Das Messer von meru ist ein echter Killer. Durch die nicht ganz saubere Verarbeitung steht im eingeklappten Zustand ein Stück des Klingenendes hervor. Das verhakt sich gern mal im Futter von Hosen- oder Jackentaschen. So reißt es schon mal hässliche Löcher. Hier ist ein Holster sehr zu empfehlen.
Das Automatic-Messer von meru ist im Vergleich zu den Einhand-Klappmessern aus dem militärischen Bereich ehr klein und zierlich. Das tut dem eigentlichen Einsatzzweck aber keinen Abbruch. Das Messer schneidet hervorragend. Ein praktisches Feature ist die Öse am Griffende. Hier kann man eine Fangschnur oder auch einen kleinen Karabinerhaken durchfädeln. So geht das kleine Automatic-Messer nirgends verloren. Wer also ein Messer für alle Fälle dabei haben möchte, ein Not-Meser für den Rucksack sucht oder einfach nur am Wochenende im Wald nicht in die Verlegenheit kommen will "ohne" dazustehen, der kann bedenkenlos zugreifen. Der Preis ist absolut überzeugend.
Ich selbst hatte es auf einer dreiwöchigen Landrovertour durch Malawi, Afrika, mit dabei. In der Zeit gab es von meiner Seite aus nichts zu beanstanden. (
weniger)