Ein sehr praktisches Feature fällt sofort auf. Die Bundweite ist auf beiden Seiten durch einen Klett-Riegel zu verstellen. Wenn man also keine schweren Ausrüstungsgegenstände in den Taschen der Bitihorn verstauen möchte kommt man auch sehr gut ohne Gürtel aus. Weiterhin fällt die reichliche Ausstattung an Taschen auf. Die beiden Schubtaschen sind groß und geräumig. Obwohl die Hose an sich sehr lang geschnitten ist, schlägt der Inhalt der Oberschenkeltasche nicht unangenehm in die Kniekehle. So kann man leichte und weiche Ausrüstung wie Brillenetuis oder Handschuhe beruhigt und bequem verstauen.
Die Oberschenkeltasche ist darüber hinaus auch noch zusätzlich mit einer Innentasche im iPhone-Format ausgestattet. Allerdings macht der Transport von allem anderen als einer Packung Tempotaschentücher in dieser Zusatztasche keinen Sinn. Mobiltelefone oder Taschenmesser sind zu schwer und schlagen beim gehen unangenehm aufs Bein. Auch ein flaches Einhand-Klappmesser wie das
CRKT-M16 , ist in dieser Tasche nicht zu tragen. Schuld daran ist die Positionierung. Die Oberschenkeltasche liegt mehr auf dem Schenkel als an der Seite. Außerdem würde der Clip des Einhand-Folders den sehr dünnen Stoff der Bitihorn schnell zerreißen. Der Stoff bietet allgemein wenig Widerstand und somit ist das befestigen von Ausrüstung durch Clips an der gesamten Hose, z.B. in der Ecke der Hosentaschen nicht möglich. Beim Abziehen bewegt sich das ganze Kleidungsstück und das Hervorholen eines z.B. Messers wird zu einer hakeligen Übung.
Die Erreichbarkeit der Oberschenkel- und deren Innentasche ist allerdings hervorragend. Selbst mit angelegtem Klettergurt und auch im sitzen kommt man problemlos an den Inhalt. Somit kann man diese Positionen für Pflaster oder Schreibgerät sinnvoll nutzen. Alle Reisverschlüsse laufen weich und der Nupsi ist einfach zu greifen.
Die Sicherheitstasche in Scheckkarten-Größe befindet sich auf der Innenseite links am Bund. Hier kann man seine Plastikkarte oder einen einzelnen Schlüssel gut verstauen.
Das Urteil zur Gesäßtasche im Praxistest ist schwierig. Diese ist groß und geräumig geschnitten. Allerdings beult alle Ausrüstung in der Tasche gewaltig und es drückt auch am Gesäß. Man bekommt zwar alles mit, die Position ist aber unangenehm. In der Praxis wird man in der Gesäßtasche der Bitihorn wohl nicht mehr als ein paar lose Taschentücher verstauen.
Die weiten Hosenbeine lassen sich durch Klettverschlüsse leicht auf das individuelle Wohlfühlmaß einstellen. Die Klettstreifen laufen so weit um das Hosenbein herum, dass man die Bitihorn eng am Knöchel fixieren kann. Am Bein anliegend passt die Trekkinghose leicht in hohe Wanderstiefel oder man lässt die Hosenbeine luftig über das Schuhwerk fallen.
Die Kniepartie ist leicht vorgeformt. Die dunklen Stoffelemente hier und am Gesäß sind allerdings keine Verstärkungen sondern nur Einsätze. Die einzelnen Stoffteile der Bitihorn sind miteinander vernäht. Das spart Gewicht, geht aber zu lasten der Robustheit. Der Einwegstretch an Knie und Gesäß gewährleistet eine hohe Bewegungsfreiheit, die große Schritte oder Klettern vereinfacht.
Die Bitihorn heizt auch bei direkter Sonneneinstrahlung nicht auf. Allerdings ist der Stoff auch so leicht, dass ein Windstoß gefühlt einfach hindurchpustet. Zum Bergwandern bei wechselhaftem Wetter ist eine Überhose oder Hardshell gegen Regen mit einzuplanen, da schon kleinste Schauer die Hose durchweichen.
(
weniger)