Das Material fühlt sich auf den ersten Griff sehr glatt und auf alle Fälle künstlich an. Weiterhin kommen Zweifel an der Funktion auf wenn man sich jetzt vorstellt, wie das Shirt als erste Schicht den Körper eng umschließt und die Muskulatur stützen soll. Und dann soll das Under Armour Shirt auch noch atmungsaktiv sein und den Körper in der Hitze bei höchster Anstrengung trocken halten? Wir waren skeptisch.
Der erste Tragetest bei sommerlichen Temperaturen belehrte uns sofort eines besseren. Das Shirt sitzt hauteng, engt aber gleichzeitig nicht unangenehm ein. Der Kühlungseffekt war auch sofort zu spüren. Es fühlt sich auf der Haut wie Pfefferminze an. Und diesen Vergleich gaben alle Tester an. Nach einer Stunde schnellen Lauftrainings hat uns das Heat Gear von Under Armour seine Leistungsfähigkeit beeindruckend vorgeführt. Schweiß wird sofort abtransportiert und verdunstet spürbar auf der Oberfläche des Gewebes. Der so entstehende Kühleffekt ist sehr angenehm. Das Compression Shirt engt auch nicht unangenehm ein. Ein Gefühl der Beklemmtheit oder gar Angst, man bekomme keine Luft mehr, stellte sich nie ein. Somit haben wir auch unsere Vorurteile schnell korrigiert. Allerdings sei auch erwähnt, dass das ein oder andere Gramm „subdermalen Energiespeichers“ am männlichen Körper definitv nicht weggedrückt wird und Mann so einfach selbstbewusst im Training eine gute Figur machen muss, um selbige zu erlangen.
Die Flachnähte erlauben auch problemlos das tragen eines Trinksystems. Im Test haben wir ein
Camelbak HAWG benutzt. Die Schultergurte drücken niemals unangenehm und das Heat Gear macht jede Bewegung mit. Für den schnellen Schritt auf dem Trek in der Sonne ist das Blitz von Under Armour ebenfalls bestens geeignet. Auch längere Abschnitte in der prallen Sonne sind keinesfalls unangenehm. Im Luftzug funktioniert die Kühlung bestens und auch der Brateffekt bleibt aus. Hier ist die Version mit langen Ärmeln sehr praktisch da man hiermit nicht verbrennt. Ein UV-Faktor von +30 schützt den Träger nachhaltig vor Sonnenbrand. Das mit den Polsterflächen eng am Rücken anliegende Trinksystem/Rucksack scheuerte das Under Armour-Material nicht mal ansatzweise an. Die Kontaktflächen waren natürlich durchgeschwitzt, trockneten aber in der Pause im Handumdrehen in der Sonne und am Körper. Es stellte sich in den Aktivphasen nie ein unangenehmes Gefühl von nasser Kleidung am Körper ein.
Durch den körpernahen Sitz funktioniert die Kühlung so gut, dass diese Funktion auch in Pausen nicht einfach aufhört. Steht man nun im kühlen Luftzug wird es schnell unangenehm frisch und das gefühlte Auskühlen löst schnell ein leichtes frieren aus.
Die Flachnähte bieten den Klettverschlüssen (Vater-Seite) leider eine gute Angriffsfläche und beissen beherzt zu. Hier bilden sich schnell Laufmaschen. Auch die nicht gepolsterten Stellen am Gurtzeug des Trinksystems setzen dem Compression-Shirt schnell zu. So entstehen an den Seiten leicht ein paar hässliche Scheuerstellen. (
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