Die Vorder- und Seitenpartien der Weste sind aus einem griffigen Softshell-Material geschneidert. Dieses ist nur wenig elastisch, was aber nicht stört, wenn die Größe passt. Eine solche Weste braucht sich bei Bewegung kaum zu denen.
Das Gewebe fühlt sich durch seine außen glatte und innen feine Oberfläche sehr angenehm und hochwertig an. Das Netz am Rücken ist sehr leicht gehalten und sorgt für beste Belüftung. Schweiß kann nahezu ungehindert verdunsten. Andererseits bedeutet das aber auch das Fehlen jeglicher wärmender Wirkung am Rücken.
Die Salewa-Weste verfügt über zwei seitliche, mit Zippern zu verschließende Taschen von etwa Handflächengröße. Deren Taschenbeutel könnten praktische Innentaschen abgeben. Sie sind aber leider nach unten offen und deshalb als zusätzlicher Stauraum ungeeignet.
Der Abschluss der Softshell-Weste an der Hüfte kann mithilfe zweier seitlich angebrachter Kordelstopper simpel in der Weite verstellt werden. Ebenso lässt sich der bis zum Kinn reichende Kragen anpassen. Hier ist der Kordelstopper im Nackenbereich zu finden.
Der Schulterbereich ist aus einem wasseranwesenden Material gearbeitet. Da die Weste im gesamten aber nur einen minimalen Schutz gegen Nässe bietet, lässt sich der praktische Nutzen getrost vernachlässigen.
Die Salewa Softshell Weste hat einen körperbetonten Schnitt und liegt eng an. So reicht sie eben bis unter die Gürtellinie. Da sie körperbetont sitzt und die Abschlüsse exakt sind, flattert bei Wind kein überflüssiger Stoff herum. Schön!
Nicht jedermanns Sache ist aber die knappe Aussparung für die Arme. Nicht, dass hier etwas beengen oder spannen würde. Jedoch liegt der Stoff direkt in der Achselhöhle an und man spürt ihn halt ständig. Der eine findet das belanglos, den anderen stört das aber. Nach einigen Wochen Tragen ließ dieser Effekt übrigens nach, da sich der Stoff an dieser Stelle ein wenig dehnte.
Die Softshell-Weste macht nur in einigen speziellen Einsatzbereich Sinn. Durch die Luftdurchlässigkeit am Rücken verliert sie viel an wärmender Wirkung. Andererseits bietet sie im vorderen Bereich durchaus eine wirkungsvolle Isolation. Die Weste bietet sich somit bei sportlichen Aktivitäten an, bei denen man es mit „Fahrtwind" bzw. Wind von vorne zu tun hat: Radfahren, Skaten, Laufen, Gleitschirmfliegen, etc.
Lobenswert ist die Verarbeitungsqualität dieses Ausrüstungsstücks. Seien es die exakt verlaufenden Nähte oder die leichtleichtgängigen
Reißverschlüsse: einfach alles makellos.
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