Die robuste Verarbeitung findet man an der gesamten Svalbard Softshell. Hier verarbeitet Norrona stabile
Reißverschlüsse, breite Klettstreifen und ein festes, sehr griffiges Material. Das Anziehen fällt sehr leicht und der Körperbetonte Schnitt wird durch das sehr stretchige Material entschärft. Da die Softschell sehr lang geschnitten ist wirkt der Oberkörper gestreckt und der Träger sehr schlank. Allerdings kommen hier Energiespeicher, die Mann sich für ein längeres Outdoorabenteuer zugelegt hat auch schonungslos ans Tageslicht. Trotzdem kann man problemlos noch eine Thermojacke drunterziehen. Da die Softshells von uns im November getestet wurden waren wärmende Baselayer
(Icebreaker: Bodyfit) und eine gut wärmende zweite Schicht
(z.B. Berghaus: Ignite Jacket) durchaus geboten. So geschützt war der Outdoor-Praxistest eine wahre Freude.
Die Softshell hielt den auch den kältesten Wind, den Schleswig Holstein zwischen Schleswig und der Schlei zu bieten hatte, souverän draußen. Der komplett hinterlegte Frontzipper läuft in eine weich gepolsterte Kinnschluppe. Der gesamte Kragen ist ebenfalls mit dem gleichen Material gepolstert. Der Kragen ist zwar mit einer Justierung ausgestattet, die man einhändig bedienen soll, allerdings gestaltet sich das Verstellen als ein wenig hakelig. Da auch der Saum beidseitig mit den gleichen Justierungen ausgestattet ist und diese sich hier problemlos mit nur einer Hand bedienen lassen, liegt die Schwierigkeit am Kragen wohl an der ungewöhnlichen Hinterkopfposition.
Um die Ärmel der Norrona an das Handgelenk anzupassen benutzt man einfach die groß und stabil ausgelegten Klettriegel. Die halten problemlos dicht und sind je nach Wunsch oder Outdoor-Anforderung problemlos anzupassen. Generell macht die Softshell jede Bewegung problemos mit. Durch den lang geschnittenen Rücken kühlt auch diese Region niemals aus.
Ein Rucksack ist bequem zu tragen und auch bei geschlossenem Bauchgurt kann man problemlos die Fronttaschen erreichen. Durch den schlanken Schnitt fallen aber kantige Ausrüstungsgegenstände die größer sind als ein Verbandspäckchen oder ein Müsliriegel auch gleich auf. Um die Hände zu wärmen reichen die Taschen aber perfekt aus.
Die Brusttasche ist ebenso flach ausgelegt. Der Ausweis oder der Skipass können noch bequem verstaut werden, alles andere beult sehr unschön.
Die langen Unterarmzipper sind mit zwei Schiebern ausgestattet. So lässt sich auch bei geschultertem Rucksack schnell für Abkühlung sorgen und Frischluft an den Körper strömen. Die Nupsis sind gut zu greifen und selbst mit Handschuhen leicht zu bedienen. Leider hat die Norrona Svalbard keine Kapuze. Das fehlende Feature haben wir bei einer Softshell in dieser Preisklasse gleich ein doppelt schmerzlich vermisst.
Ebenfalls im Testfeld:The North Face: Valkyrie Softshell JacketUnder Armour: ColdGear Illusion Jacket
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