Beim Anziehen der Softshell bemerkt man, dass diese Jacke im Vergleich zu anderen Modellen von Jack Wolfskin extrem eng geschnitten ist. Es ist ratsam eine Größe größer zu kaufen, als man das bei anderen Jack Wolfskin Jacken tun würde.
Die Muddy Pass besteht zum größten Teil aus dem Material Flex Shield
DWR, das eine hohe Elastizität gewährleistet. Diese Elastizität ist auch erforderlich, da die Jacke wie bereits erwähnt eine Nummer zu klein ausfällt. Das
Flex Shield DWR kann einen kleinen Nieselregen abwehren, muss jedoch bei größeren Regenmengen kapitulieren.
Der Windschutz dieser Softshell wird durch das Material Stormlock Hyproof, dass auf der kompletten Innenseite der Vorderfront eingenäht ist, verstärkt. Leider sitzt die Muddy Pass eng am Körper. Die isolierende Luftschicht fällt somit je nach Größe und Körperfülle ehr dünn aus. Kalter Wind kann förmlich auf den Körper drücken und ihn unangenehm auskühlen.
Die Atmungsaktivität der Jacke ist leider negativ zu beurteilen. Sobald der Wind nachlässt und die Sonne auf die Softshell scheint steigt auch die Innentemperatur der Muddy Pass und der Wohlfühlfaktor fällt. Das gleiche gilt auch bei einem steilen Anstieg, wenn die körperliche Aktivität zunimmt. Die Softshell wurde sowohl im Hochgebirge getestet, wo dies ständig der Fall ist, als auch im deutschen Mittelgebirge (Teutoburger Wald). Selbst bei Wanderungen im Mittelgebirge mit mäßiger körperlicher Anstrengung fällt die mangelnde Atmungsaktivität unangenehm auf. Da der Schweiß nicht ausreichend abtransportiert wird steht man schnell im eigenen Saft.
Das Muddy Pass Jacket ist mit drei Taschen ausgestattet. Zwei Bauchtaschen und eine Oberarmtasche. Alle Taschen sind gut zu erreichen. Die beiden Bauchtaschen sind höher angesetzt und somit auch bei angelegtem Klettergurt gut erreichbar. Alle
Reißverschlüsse sind mit Zugbändeln versehen, so dass man sie auch mit Handschuhen leicht bedienen kann. Aufgefallen ist allerdings auch, dass der Front-Zipper schon nach kurzer Gebrauchszeit hakelte.
Im Kragen der Muddy Pass Softshell ist eine Kapuze (mit größenverstellbarem Schnürzug) verstaut. Die Kapuze ist nicht aus Flex Shield DWR, so dass sie schon beim kleinsten Regenschauer durchweicht. Atmungsaktivität ist gar nicht vorhanden.
Sehr gut gelungen ist der Halsbereich der Jacke. Der Reißverschluß schließt bis zum Kinn. Zusätzlich lässt sich der Kragenabschluss durch ein Schnürzug regulieren. Der Kragen ist in der Halsregion auf der Innenseite angenehm mit weichen
Fleece gefüttert.
Die Hüftweiten lassen sich ebenfalls durch ein Schnürzug regulieren. Bei den Ärmelbündchen geht dies nur etwas ungelenk durch seltsam geschwungene Klettverschlüsse. (
weniger)