Auf den ersten Blick punktet das Chillout Jacket von Jack Wolfskin schon allein aus modischen Aspekten. Die Rot-Schwarz-Kombination sieht wirklich schick aus und der hochflorige
Fleece (rot) fühlt sich bereits beim Greifen warm an. Sofort fällt die Verwendung der zwei verschiedenen Materialien auf. Die Körperpartien, die von Haus aus bzw. durch die Anatomie etwas geschützter sind und sich nicht ganz schutzlos dem kalten Wind ausliefern, sind aus der leichteren Fleece-Variante gefertigt. Leicht bedeutet aber keinesfalls „dünn“. Mit dem Stormlock Fleece Highloft (schwarz) sind Schultern, die seitlichen Partien und die Innenseiten der Arme warm und weich geschützt. Die verbleibende Fläche des Oberkörpers wird durch das Stormlock Fleece Double Highloft warm weggepackt. Hier ist der Fleece sowohl auf der Innen- als auch der Außenseite hochflorig. So bleibt die Front, der Rücken, Arme und der Kopf hervorragend gegen kälte und Wind geschützt.
Bei der Kapuze am Chillout Jacket fällt auf, dass sie auch für große Köpfe geeignet ist, durch das Volumen aber nicht
Winddicht am Gesicht abschließt. Der elastische Bund lässt noch zuviel kalte Luft durch. Warme Ohren gibt es nur bei Einsatz einer extra Mütze.
Der robuste Front-Zipper läuft sehr leicht und das Nupsi ist auch mit kalten Fingern gut zu greifen. Der Reißverschluss endet am Kinn ohne in eine Zippergarage zu laufen. Wen das stört sollte auf ein Schlauchtuch, z.B. Buff, zurückgreifen.
Auch wenn unsere Tester vom körpernahen Schnitt am Anfang nicht vollends überzeugt waren, zeigt bereits der erste Praxistest, dass die Fleece-Jacke trotzdem mollig warm ist und durch die stretchigen Materialien wirklich jede Bewegung mitmacht. Der lange Schnitt des Chillot Jacket verhindert ein Hochrutschen. Gerade beim Greifen über die Kopfhöhe hinaus (Klettersteig) ist das sehr angenehm, da so die Nieren immer gut geschützt bleiben. Auch die Ärmel sitzen perfekt und die Bündchen bleiben an Ort und Stelle. In der Praxis hat sich der Schnitt auch beim Fahrradfahen bewährt. Der gesamte Oberkörper und Rücken ist gegen beißenden Fahrtwind bestens geschützt.
Die Taschen sind groß genug um Müsliriegel oder eine Stirnlampe bequem aufzunehmen. Dabei dienen die Taschenbeutel gleichzeitig als Innentasche. Wenn man diese nun auch noch füllt sieht die Trägerin allerdings ein wenig sperrig aus. Der angebotene Stauraum macht die Jacke dafür absolut alltagstauglich. Einziges Manko der Taschen sind die Nähte. Hier pfeift der Wind durch und somit findet die Hand in der Tasche zwar Ausrüstung aber keine schützende Wärme.
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