Schon beim Ersteindruck weiß das Yoyo Jacket zu überzeugen. Der Stoff fühlt sich angenehm weich und hochwertig an und ist dabei äußerst dehnbar, wodurch die Bewegungsfreiheit gegeben sein soll. Die Innenseite ist zusätzlich mit flauschig-weichem Futter ausgestattet. Ein Anprobieren unterstreicht diesen Ersteindruck, man fühlt sich auf Anhieb wohl und kuschlig warm in der Jacke. Sie schmiegt sich eng um den Oberkörper und der Kragen schließt angenehm hoch und ebenfalls eng, wodurch auch der Hals gewärmt wird.
Sie besitzt zwei Taschen auf Bauchhöhe und eine kleinere am linken Ärmel, knapp unterhalb der Schulter. Alle RVs der Taschen, sowie der durchgehende Front-
Reißverschluss stammen von YKK. Der lange Zipper ist mit einer laminierten Zunge hinterlegt, die ein verhaken mit dem Futter erfolgreich verhindert und zusätzlich den Wind draußen hält. Der Schieber verschwindet am Kragen in einer praktischen Kinnschluppe. Ein weiteres sinnvolles Haglöfs-Detail sind die am Kragen sowohl außen als auch innen vorhandenen Schlaufen zum Aufhängen der Jacke. Um den Tragekomfort zu erhöhen, verlaufen keine Nähte über die Schultern. Die Ärmel sind mit Daumenschlaufen ausgestattet.
Getestet wurde die schwedische Jacke überwiegend auf einem Wandertrip durch Norwegens Hochgebirge. Bei durchschnittlich ca. 7°C Außentemperatur gefiel uns besonders die wärmende Eigenschaft der Yoyo. Bei regenfreien und sonnigen Tagen konnte die Jacke problemlos als Outer-Layer verwendet werden. Schweiß wurde nach außen transportiert und so sorgte die Atmungsaktivität stets für gutes Klima. Einzig am Rücken, der Auflagefläche des Rucksacks, wurde der Schweiß zwar ebenfalls nach außen getragen und hat sich dort großflächig verteilt, konnte wegen des Rucksacks jedoch nicht verdunsten. Nach mehreren Stunden Wanderung konnte man die Jacke danach regelrecht auswringen. Davon abgesehen, dass man diesen Effekt erst in dem Moment bemerkte, in dem man den Rucksack absetzte, führte es dazu, dass der Rücken in Pausen ohne eine weitere Schicht auszukühlen drohte.
Bei Regen sollte man aber schnell eine wasserdichte dritte Schicht überziehen. Jeder Wassertropfen wurde sonst vom Material aufgenommen und die Yoyo-Jacke nässte sofort durch. War die Jacke einmal nass geworden, dauerte es durch den dicken Stoff eine Weile, bis sie wieder getrocknet war. Somit war bei aufkommendem Regen schnelles Handeln geboten. Beim Anziehen einer regendichten Hardshell bewährten sich die Daumenschlaufen als praktisches Ausstattungsdetail. Man glitt förmlich in die Regenhülle. War die Yoyo Jacket erst einmal unter einer weiteren Schicht verschwunden, verrichtete sie wieder wunderbar ihre Arbeit und sorge für gutes Klima.
Die laminierte Zunge hinter dem durchgehenden Frontzipper verhinderte wirksam ein Verhaken mit dem Futter und sorgte effektiv für einhändige Bedienbarkeit. Nur am Ansatz des Kragens hakte es hin und wieder.
Beim Tragen des Rucksacks sorgte der etwas dickere und weiche Stoff besonders unter dem Hüftgurt für mehr Komfort. Dabei war jedoch strikt darauf zu achten, dass die Reißverschlüsse der unteren Taschen geschlossen waren, da die Schieber sonst unangenehm in die Hüfte drückten. Ein Herankommen an den Tascheninhalt war bei angelegtem Hüftgurt leider nicht mehr möglich. Eine Kamera oder etwas ähnlich kleines konnte jedoch auch problemlos in der Schultertasche transportiert werden.
Die nahtfreie Schulterpartie sorgte für angenehmen Tragekomfort unter den Schultergurten des Rucksacks. Die Rückseite des Rucksacks raute nach 10 Tagen Dauertest allerdings das Material des Yoyo Jacket auf und es bildeten sich kleine Fussel. In der Preisklasse doppelt ärgerlich, schränkte aber die Funktion der Softshell nicht weiter ein.
Für Kunstfaser typisch, stellte sich nach einigen Tagen der körperlichen Anstrengung ein unverkennbarer Geruch ein, der jedoch in der Wildnis kein Problem war.
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