Dank Camelbak ist mit "Rucksack auf- und absetzen" zum Trinken jetzt Schluss. Der Trinksack liegt bequem im Rucksack und der Schlauch wird einfach am Gurtzeug entlang nach vorne geführt. Da verleitet das griffbereite Beissventil nahezu zum trinken. Dehydration ist somit fast ausgeschlossen. Man sollte auch nicht am Volumen sparen und gleich zur 3-Liter-Variante greifen. Alle uns bekannten Rucksäcke haben ein extra Fach, das für dieses Volumen auch ausgelegt ist.
Der robuste Trinksack von Camelbak ist leicht zu befüllen. Die große Öffnung misst immerhin 85mm im Durchmesser. Lediglich die Ausnutzung des letzten bisschen Raumes gestaltet sich schwierig. Zwei 1,5 Liter-Wasserflaschen kann man zwar problemlos in den Trinksack leeren, dann ist er aber gestrichen voll. Der Deckel ist durch eine Kunststofflasche voll drehbar und fest mit dem Trinksack verbunden. Das verschließen des Deckels gestaltet sich allerdings ein wenig hakelig, da man den offenen Trinksack schlecht fixieren kann. Mit ein wenig Übung ist das aber recht schnell zu meistern. Das Gewinde und die Dichtung hielten auch dem Druck voll gepackter Rucksäcke stand. Das Omega-System dichtet hervorragend und ließ kein Wasser in den Rucksack austreten.
Geschmacklich sind sowohl der Camelbak Trinksack als auch das Beiss-Ventil selbst absolut neutral. Keiner unserer Tester stellte einen Plastikgeschmack fest.
Zum Reinigen ist das gesamte Omega-System einfach zu zerlegen. Den Trinksack einfach vom Schlauch abkoppeln und mit geöffnetem Verschluss nach unten aufhängen. Damit die Innenseiten nicht aneinander haften, empfiehlt sich etwas dazwischen zu klemmen. Man kann den von Camelbak maßgeschneiderten Bügel verwenden oder man hilft sich einfach mit einem Wattestäbchen oder einer Wäscheklammer. Beides funktioniert bestens.
Durch die Hydroguard-Technologie wird laut Hersteller das Bakterienwachstum zu 99,9% verhindert. Zumindest haben wir weder in Deutschland noch im feuchtheißen Thailand jemals hygienisch bedingte Probleme gehabt.
In der Praxis hat sich die Neoprenhülle für den Schlauch sehr bewährt. Sie lässt auch bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius das Wasser nur mäßig erwärmen und der erste Schluck ist nur lauwarm. Diese Neoprenhülle ist für alle Camelbak-Modelle aus dem militärischen Bereich Standard.
Auch das Hydrolock-Ventil fehlt an dieser Version gleich ganz. Es verhindert ein auslaufen durch das Beissventil. Warum den zivilen Modellen diese hilfreichen Extras von Hause aus erspart bleiben, wissen wohl nur Camelbak und der Zubehörhandel allein. (
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