Mit Rad, Quad, Landrover oder Boot outdoor Unterwegs

11.09.2011
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Name: Mittenwalder Höhenweg
Location:
Art: Klettersteig
Länge:
Dauer:
Höhenunterschied:
Text & Bild: Petra Sobinger, Bilder: Ingo Wilhelm
Mittenwalder Höhenweg

Samstagmorgen 07:15 Uhr Abfahrt nach Mittenwald. Gottseidank, trotz des schönen Wetters ist die Garmischer Autobahn frei und wir starten um 09:15 an der Bergstation der Karwendel-Bahn. Bergstation? Genau, wir haben uns dazu entschlossen, die ersten ca. 3 ½ Stunden Aufstieg mit der Karwendelbahn abzukürzen. Obwohl die Bahn aufgrund der vielen Wanderer ihren halbstündigen Fahrtakt verkürzt hat, ist der Weg zum Einstieg in den Klettersteig erfreulicherweise nicht mit Menschen übersät. Wobei wenn man ehrlich ist, ein richtiger Klettersteig ist der Mittenwalder Höhenweg nicht. Eher eine Mischung aus Klettersteig, Gratwanderung mit teils recht ausgesetzten Wegen und ausgiebiger Wanderung. Eines ist aber sicher, es gibt nicht viele Wege, die über die komplette Tour eine derart schöne Aussicht bieten.

Von der Karwendelbahn aus kann man sowohl den südlichen als auch den nördlichen Teil des Klettersteigs gehen. Wir haben uns für den südlichen Teil entschieden. Von der Bergstation folgt man dem Panoramarundweg im Uhrzeigersinn. Nach ein paar Kurven kommt man zunächst an dem Abzweig zum Heinrich-Noe-Weg vorbei, der nach links abbiegt. Weiter oben beginnt der Mittenwalder Höhenweg. Ist man erst einmal auf dem Klettersteig, kann man sich definitiv nicht mehr verlaufen. Immer der Nase, bzw. dem Grat nach. Direkt zu Beginn trifft man auf ein paar Leitern, wer hier Probleme mit der Höhe hat, sollte besser wieder umkehren, denn der Steig ist nicht komplett durchgesichert und man läuft fast immer auf dem Grat entlang. Auch die Passagen über auf Stangen aufgelegte Bretter sind sicherlich nichts für höhengeplagte Menschen, aber die haben auch generell definitiv nichts auf einem Klettersteig zu suchen.

Grundsätzlich sollte man diesen Steig nur mit Klettersteigset und Helm gehen.
Zunächst mal verläuft der Mittenwalder Höhenweg über die Linderspitzen, bis man sich kurz unterhalb der Sulzleilammspitze nach links wendet. Hier entstand übrigens auch das Foto mit dem Radlverbot, welches am Notunterstand Gamsanger hing. Spätestens ab hier ist der Helm unverzichtbar, da nicht nur Schilder vor Steinschlag warnen. Wir passierten auch eine Gedenktafel von einem Opfer, welches durch Steinschlag gestorben ist. Der Kenner weiß, an der Nordwand fallen häufig kleinere Steine oder Felsbrocken herunter. Hat man die Nordwand hinter sich, kommt man im Zickzack bergauf rasch in die Ostseite der Sulzliklammspitze. Von hier aus steigt man über die Westseite den Grat wieder herunter. Als letzten Gipfel macht man sich schließlich noch auf Richtung Kirchlspitze. Nachdem man diese hinter sich gelassen hat kommt man auch rasch zum Ende des Mittenwalder Höhenwegs.

Bekannt für die gute Küche, wollten auch wir über die Brunnsteinhütte absteigen und dort eine kurze Rast einlegen. Zwischen Kirchlspitze und Rowandlspitze läuft man zunächst über einen steilen Schotterweg, der teilweise recht rutschig ist.

Bei der Brunnsteinhütte durften wir uns in der Tat von der hervorragenden Küche überzeugen. Die Spinatnocken mit Salat waren mehr lecker lecker lecker. Für den Rückweg kann man sich zwischen dem Leiterweg oberhalb Mittenwalds und dem direkten Weg ins Tal entscheiden. Wir entschieden uns für den Weg ins Tal, allerdings läuft man die letzte halbe Stunde über einen staubigen Schotterweg auf der Wiese die parallel zur Straße verläuft. Das nächste Mal würde ich mich definitiv für den Leitersteig entscheiden, um auch diesen mal zu testen.

Insgesamt haben wir inkl. ausgiebiger Mittagspause auf der Brunnsteinhütte knapp 7 Std. für den Klettersteig und den Abstieg gebraucht.

Alles in allem ein schöner Steig mit toller Aussicht und dank meines netten Teams eine schöne Tour bei Traumwetter. Danke Jungs, ich freu mich auf unsere nächste Tour mit Euch!




Der Outdoor-Tester