Wandern und Klettern sind Beispiele für klassische Outdooraktivitäten.

10.12.2008
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Name: Mount Bromo
Location: Java, Indonesien
Art: Wanderung
Länge: 3 km
Dauer: 4 Stunden (Hin- und Rückweg)
Höhenunterschied: 300 Höhenmeter
Text & Bild: Frank Delbrügge

Indonesien: Der Vulkan in der Wüste

Im Süden Javas befindet sich ein wunderschöner Nationalpark. Der Bromo-Tengger-Semeru National Park. Man muss nur sehr serpentinenfest sein um dort hinzugelangen. Und obwohl es in Indonesien um die Zeit, wir waren im Oktober da, durchschnittlich 30 Grad warm ist, pfeift hier auf 2000m ein eisiger Wind. Eine dicke Fleecejacke ist sehr zu empfehlen.

Nach einer kurzen Nacht in einem einfachen aber sehr sauberen Hotel sollte man die heiße Dusche sehr vorsichtig genießen. Der Kugelhahn öffnet die Schleuse zu kochend heißem Wasser. Wahrscheinlich wird hier mit Erdwärme direkt aus dem Vulkan geheizt. Frisch gebrüht ist man nun so wach, dass man schnellen Schrittes bei Dunkelheit loszieht um den Mount Bromo zu erklimmen.

Die erste Schwierigkeit ist allerdings fein gemahlener Sand in der Caldera, der sich mehrere Kilometer bis zum Fuße des Vulkans erstreckt. Nicht ohne Grund nennen die Einheimischen diese Gegend "Pasir Laut". Das Meer aus Sand.

Und die Einheimischen sind auch sofort zur Stelle, um dem Touristen einen Pferderitt oder Jeeptour anzubieten. Gern weist der freundliche Indonesier darauf hin, dass die Strecke zum Mount Bromo viel zu lang ist um sie zu Fuß zu laufen. Nun auch ungeübte Wanderer sollten die Distanz vom Hotel zur ersten von 250 Stufen in zwei Stunden bewältigen. Die 250 Stufen bringen einen nun zum Rand des Kraters.

Der Blick vom Grat in die Caldera ist Fantastisch und früh am Morgen auch noch relativ ruhig. Das Schwefelaroma erinnert einen immerzu daran, dass dieser Vulkan nicht wirklich erloschen ist. Die Dampfschwaden aus dem Krater ermahnen ebenfalls zur Vorsicht.

Der Abstieg und Rückweg zum Hotel ist dann schon fast von meditativer Ruhe geprägt. Am besten lässt man einfach den Menschentross vorneweg laufen und genießt die Ruhe allein. Die Sonne taucht den Sand in warme Farben während der Wind immer noch frisch über die Wüste weht. Außer dem Luftzug ist nun nichts mehr zu hören. Allerdings sollte man einen Shemagh benutzen oder ein Halstuch. Ungeschützt knirscht einem sonst noch beim Frühstück der feine Sand zwischen den Zähnen.





Anspruch


leicht bis mittel

Der weiche Sand und die gefühlten 1.000 Stufen zum Krater hoch erfordern ein wenig Kondition.


Übernachtung


Der beliebteste Ausgangspunkt für die Wanderung zum Mt Bromo ist Cemoro Lawang im Nordosten. Wanderungen starten auch von Tosari, im Nordwesten und Ngadas im Westen.


Karten


Selbst bei Dunkelheit hebt sich Mt Batok gut vom Nachthimmel ab. Weiter siehe "Route". Eine Karte ist für diese Wanderung nicht nötig.


Empfehlung


Mit ruhigen Schritten und mit festen Schuhen zu Fuß durch die Wüste laufen. Gegen den Wind eine Mütze und gegen den Sand unbedingt ein Tuch (ein Buff oder Chameleon-Tuch sind hier sehr praktisch gewesen) mitnehmen. Zur Sicherheit auch eine Taschenlampe dabeihaben.


Route


Vom Dorf Cemoro Lawang am Nord-Ostrand des Kraters geht es hinunter in die Caldera in Richtung Mount Batok. Am Kloster links vorbei und weiter Richtung Mount Bromo bis man die Treppenstufen erreicht.


Der Outdoor-Tester