Wandern und Bergwandern sind die klassischen Outdooraktivitäten

23.02.2009
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Name: Golden Gate Highlands National Park
Location: Südafrika
Art: Wanderung
Länge:
Dauer: 1,5 h (Hin- und Rückweg)
Höhenunterschied:
Text & Bild: Franziska Ehrhardt

Südafrika: Goldene Felsen

Der Golden Gate Highlands National Park überraschte uns mit seiner farbenreichen, gigantischen Fels- und Tallandschaft. Erodierte Sandsteinfelsen, die im Spiel mit Sonne und Wolken mal golden schimmerten, feuerrot strahlten oder sich blassbraun färbten, ragten zwischen tief eingeschnittenen Schluchten in die Höhe. Saftige Grünpflanzen überwucherten das Tal und einen Großteil der Hänge. Auch hier schien ein Künstler sich verewigt zu haben. Einer der Felsgiganten hatte die Form eines überdimensionalen Pilzes. Bezeichnender Weise hieß dieser Ausflugspunkt auch Mushroom Rock. Aus dieser Richtung vernahmen wir immer wieder Schreie und Gezeter. Zunächst konnten wir die Laute nicht einordnen. Ein Blick durch das Fernglas brachte die Aufklärung - Paviane kletterten zu Hauff umher.

Wir folgten den vorgegebenen Pfaden und erkundeten die Landschaft. Es ging im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, aber das war noch der harmlose Teil. Da war sie wieder, die eine Felswand, die mein Blut zum Kochen brachte. Im 75 Grad-Winkel stand mein “Mount Everest” direkt vor mir. Felsvorsprünge suggerierten mit viel Fantasie einen Weg. Eine nach oben führende, im Wind fröhlich schwingende Kette unterstrich dies. Der Herdentrieb machte es möglich, dass auch ich den Aufstieg wagte und alsbald mit wackligen Knien oben ankam. Wieder einmal hatte es sich gelohnt, den inneren Schweinehund zu überwinden. Nach ein paar Schritten standen wir auf einem Grasplateau, das wie der Bug eines Schiffes aus dem Felsen ragte. Es bescherte uns einen spektakulären Blick in die Schlucht und hinüber zu unseren Unterkünften.

Im Echo Raine, einer schmalen, mehr als 20 Meter hohen Felsspalte, forderten wir mit lauten Rufen das Echo heraus. Bei einem flüchtigen Blick zurück blieben meine Augen an einem natürlichen Felsbogen hängen, der sich regenbogenförmig von dem Felsen trennte, um am anderen Enden wieder mit ihm zu verschmelzen.

Wieder im Tal angekommen, war die Sonne fast untergegangen und der Himmel hatte sich zugezogen. Eine dicke, graue Wolkendecke legte sich wie ein schweres Tischtuch über die Felsen, so dass der Himmel nicht mehr zu sehen und das obere Ende der Felsen nur noch zu erahnen war. Einen fabelhaften Kontrast dazu bildeten die kräftig grünen Baume, deren Laub im Wind geheimnisvoll raschelte.




Anspruch


Leicht bis mittel.
Zwischendurch kurze, aber steile Klettertour!


Empfehlung


Feste Wanderschuhe sind zwar bei den hohen Temperaturen recht warm, bewähren sich aber gerade bei den unebenen Abschnitten und der Klettertour. Empfohlen wird ein praktischer Tagesrucksack zum Transport von Fotoapparat und Verpflegung.
Statt einer Wasserflasche bietet es sich an, auf eine Trinkblase mit Mundschlauch zu wechseln (z.B. Camelbak). Man trinkt dadurch mehr Wasser, was bei der Hitze sehr wichtig ist.
Unbedingt Sonnenschutz auftragen und die Kopfbedeckung nicht vergessen.


Der Outdoor-Tester